Christian Herneth

Christian Herneth ist ein weltweit anerkannter Experte für Supply Chain & Logistik. Seit 2013 leitet er das ATMO-Programm (Autonomous Transport Mobility Optimization), ein Forschungs- und Entwicklungs-Joint Venture von OMV & RCA für Supply Chain & Logistic Technologie & Organisation; Von 2005 – 2012 leitete er die Abteilung Terminal & Supply Chain Optimierung bei OMV Petrom SA. Im Jahr 1990 begann er seine Supply Chain / Logistik Karriere in der chemischen Industrie. 1995 wechselte er zu Ernst & Young Consulting und wechselte später zu einem Supply Chain & Logistik ThinkTank in Cupertino CA / USA. 2001 wurde er dort Direktor des Global Office of Supply Chain Technology.

Seine Leidenschaft ist, innovative Supply Chain & Logistik Systeme für große Unternehmensnetzwerke zu entwickeln und intuitive, einfache Lösungen für komplexe Probleme zu finden.
Im Laufe seiner Karriere sammelte er Berufserfahrung in multinationalen Abteilungen und Teams und Pioniererfahrung in der gemeinsamen Forschung mit führenden Universitäten und Technologiepartnern. Seine unternehmerische Erfahrung erlangte er durch die Leitung von Unternehmen in der High-Tech, Öl / Chemie und Dienstleistungsindustrie.

Seine berufliche Vision konzentriert sich auf ein “end to end (e2e) digital integriertes und optimiertes Wertschöpfungsnetzwerk (NVC)”.

Solche komplexe, weltweite Liefernetzwerke mit unzähligen Störeinflüssen lassen sich nicht mehr deterministisch mit hinreichender Zuverlässigkeit beschreiben. Der Lieferant / Transporteur / Kunde braucht daher ein Werkzeug, das realistische Kennwerte für die Leistung eines Liefernetzwerks ermitteln lässt. Der Clou des Materialfluss gesteuerten ATMO Systems ist die für den Auftraggeber transparente Wahl des Transportsystems. Die Zuordnung von Transportmengen, -strecken und –mittel erfolgt zum Beispiel nach konfigurierbaren wirtschaftlichen, logistischen, ökologischen oder terminlichen Zielen, die jeder Teilnehmer im Netz für seine Lieferkette individuell steuern oder aushandeln kann. Jeder Transportvorschlag wird dem Kunden / Transporteur zur Freigabe präsentiert. Ein zukünftiges System kann bei entsprechender Zuverlässigkeit auch autonom agieren. Für das Monitoring wird ATMO auch jederzeit den aktuellen Fortschritt des Transports an die beteiligten Lieferkettenmitglieder übermitteln und bei kritischen Abweichungen alarmieren.

Seine Diskussion wird operative Beispiele dieser Vision beschreiben.

Stefan Irnich

Stefan Irnich ist Professor für Logistikmanagement an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sein Forschungsgebiet ist die Entwicklung neuer Modelle und insbesondere effektiver Methoden zur exakten und heuristischen Lösung kombinatorischer Optimierungsprobleme. Anwendung finden seine Forschungsergebnisse in der Logistikplanung und der Netzwerkanalyse. Stefan Irnichs langjähriger Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Vehicle und Crew Routing und Scheduling. Hier interessieren ihn besonders algorithmische Grundbausteine wie beispielsweise die Beschleunigung lokaler Suchverfahren als Komponenten in Metaheuristiken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Modellierung und Lösung Kürzester-Wege-Probleme unter Nebenbedingungen, wie sie zur Lösung komplexer Tourenplanungsprobleme mittels Column Generation basierter Algorithmen benötigt werden. In vier laufenden DFG-geförderten Forschungsprojekten, in denen Stefan Irnich Projektleiter ist, geht es um Synchronisation im Transport, City Logistics, effiziente Nachbarschaftssuche und die Stabilisierung von Column Generation Verfahren.